Richard Damas

  • Es hat mir sehr gut gefallen. Der Raum ist wunderbar und auch die familiäre Atmosphäre, Richard in Augenhöhe zu erleben und nicht so weit weg auf der Bühne, sprach mich sehr an. Ich habe Richard bewundert in seiner stillen sympathischen Art und man hat gespürt, dass er aus einer großen inneren Freude heraus spielt und er sein Publikum gern verzaubert.

    Auch seine anfängliche Aufregung war so nah und so verständlich, denn er saß ja so dicht an den Besuchern. Das ist sicher auf einer Bühne auch wieder anders. Der leise Anfang mit dem Spielen der Seiten hat sehr berührt und vor allen Dingen auch das Stück mit dem Gedicht seines Vaters. Auch meinen Begleiterinnen hat es sehr gut gefallen. Das Programm war sehr spannend, ich persönlich (mit meinen mangelden Klassik-Kenntnissen ;o)) hätte mir gern noch ein paar weichere Stücke gewünscht.
    Es war rundherum ein bereichernder Abend und ich danke dafür.

    Herzensgruß von Eva


  • Zu Beginn durchflutete Richards Erscheinung den Raum schon mit einer Energie, noch bevor er den ersten Ton spielte. Man sah auch gut das Richard nicht nur ein Pianist ist, sondern ein ganzheitlicher Künstler, der sich aus allen Richtungen inspirieren lässt (Famile, Pädagogik, Aikido usw.)

    Während sich vor dem Konzert, beim Warten, noch alles um Essen und Trinken drehte, sowie der Suche eines möglichst guten Platzes und anderer Oberflächlichkeiten, so war ich doch mit dem ersten Ton von Richard gleich in einer anderen Welt eingetaucht. Ich war total erstaunt wie ausgeglichen und voller Freunde Richard auf dem Klavierstuhl Platz nahm. Mich faszinierte, dass man die Anspannung/Lampenfieber kaum merkte, obwohl der ganze Raum voll war mit diversen Musikliebhabern (Ich denke da mal an mich, ich bin ja schon völlig durcheinander wenn ich nur 3 Zuhörer habe :-D). Der Einstig mit dem über die Saiten streichen fand ich sehr gut um die Zuhörer einzustimmen und war gleich zu Beginn ein Kontrastprogramm zu den Geräuschen, die ich auf dem Weg in den Saal noch gehört hatte, der Lärm der Stadt und der Autos.

    Die Art und Weise wie Körpergestik und Musik zusammenpassen, habe ich so noch nicht gesehen. Es war deutlich zu spüren das Richards Körper völlig losgelöst spielte, aus einer inneren Entspanntheit heraus. Besonders toll wie er sich auf sein Körper und sein Gefühl verlassen konnte und die Musik aus ihm herausströmte und man irgendwie vergaß, dass er ja noch so viele Tasten drücken musste. Ich meine damit die Kunst das Gehirn(die Logik) hinten anzustellen und den Körper die Musik ausdrücken zu lassen, machte die Musik noch eindringlicher und freier. Das Repertoire aus moderner Klassik, einem selbstkomponierten Stück und dem franz. Gedicht zeigte die große Vielfalt. Mir gefiel das Gedicht am Besten, sowie ein Stück von Ich bin begeister dass so ein großer Musiker wie Richard, so bescheiden bleibt und sich einfach freut die Leute mit der Musik in ihrem Alltag zu unterstützen und ihnen in der schnellen hektischen Welt einen Ausgleich zu bieten.

    Mir gab das Konzert ein tolles Gefühl und den Ansporn auch ein bisschen wie Richard zu werden, zumindest konnte ich sehen was alles möglich ist wenn man es schafft mit Körper und Geist in Einklang zu kommen. Richard bildet mit seinem Stil und der Musik einen deutlichen Gegenpol zu unserer Leistungs- und Konsumgesellschafft und zeigte allen Zuhörern, dass Musik machen ein toller Weg ist glücklich zu werden. Richard ich freue mich außerordentlich das du dir Zeit nimmst mir Klavierunterricht zu geben, auch wenn ich kein großes Talent bin.
    Und bin sehr froh das wir uns durch Zufall kennengelernt habe.

    (Tobias)

  • dieses Konzert war eine Besonderheit in der klassischen Kulturlandschaft Berlins. So sind überwiegend moderne, neuzeitliche Stücke gespielt worden, deren Komponisten mir erst durch das Konzert bekannt gemacht wurden. Hier hatte ich endlich mal das Gefühl etwas Neues zu erfahren und zu erleben. In dem reichlichen Kulturangebot Berlins fehlt ein solches Programm gänzlich, weshalb ich für die Zusammenstellung der Stücke für das Klavierkonzert sehr dankbar bin.

    Das gängige Vorurteil, alle moderne Musik sei eher experimentell, kann nach dem Konzertabend abgebaut werden. Natürlich erscheint das Spielen auf den Klavierseiten experimentell. Jedoch war das Stück sehr melodisch und harmonisch, so dass ich es eher als Bereicherung der Klavierkunst ansah, als ein Experiment. Auch die anderen Stücke sind von Richard voller Inbrunst und wärme vorgetragen worden und klagen noch lange nach. Das einzige was mir technisch auffiel, war ein etwas zu dumpfer Klang des Pianos. Ich kann nicht sagen, ob es am Klavier oder der Akustik lag. Ich war von dem Abend und dem Konzert begeistert und werde auch die nächsten Konzerte mit Richard besuchen.

    (eine Begleiterin)

  • Erst einmal fand ich die Atmosphäre sehr entspannt und familiär. Durch die Anwesenheit der vielen Kinder, hat diese Veranstaltung ihre, für andere Konzerte dieser Art, typische Steifheit verloren. Man hat sich warm und willkommen gefühlt. Richard hat sofort fasziniert und hatte an dem Klavier ein weit gefestigteres Auftreten als man von ihm gewohnt ist. Das Stück von Emmanuel Hieaux und dem Vortrag des Gedichts seines Großvaters hat mich besonders berührt und war das perfekte Zusammenwirken von Instrument, Stimme und Künstler.

    Diese zutiefst persönliche Note hat den familiär-freundschaftlichen Rahmen des Konzerts unterstrichen. Seine Ankündigungen jedes einzelnen Stückes auf seine nette und zurückhaltende Art haben die Herzen der Zuschauer geöffnet und seine Musik war eine Wohltat für den Geist und hat so eine perfekte Harmonie gebildet. Die Stücke haben meiner Meinung nach gewechselt, sowohl anspruchsvolle Stücke als auch harmonisierend berührende Stücke. Aber leider reicht mein Wissen da nicht weiter... Richard hatte eine sehr konzentrierte Art zu spielen und der echte Genuss hat sich eingestellt, wenn man Richard dabei beobachten konnte, wie er eins wurde mit der Musik und seinem Klavier (Flügel). Obwohl der gotische Saal ein absoluter Hingucker war, war es meiner Meinung nach ein absolutes Muss ihn beim Spielen zu sehen um die Musik zu begreifen. Auf jeden Fall war es ein rundum gelungener Abend und die richtige geistig anregende Entspannung für einen der
    rar gesäten freien Mutti-Abende. :-)

    die Ulke *

  • Als ich auf Richard Damas Konzert ging, hatte ich seit ein paar Jahren schon, davon gehört, wie virtuos er sein sollte. Dementsprechend war ich darauf gespannt. Nun hatte ich das Abendprogramm in der Hand. Es verriet, dass die Auswahl der Musik sehr eng mit dem Musiker im Zusammenhang stand. Als Publikum war ich also eingeladen, für einen Moment ein Stück Weg mit Richard zu gehen. Sehr schnell entdeckte ich neue Sonoritäten aus dem Balkan, die Modernität von Debussy und die grossartige Wechselseitigkeit der Melodien.

    Die Rhythmen waren von unterschiedlichen Geschwindigkeiten bestimmt und sie führten mich in eine Traumwelt reich an vielfältigen Landschaften. Natürlich habe ich nicht erwartet, was dann kam: Die Kreuzung von zwei Wegen. Die persönliche Auswahl der Musik und der Talent von Richard haben mich plötzlich extrem berührt. Sie transportierten mich in meine eigene Welt. Diesen Abend empfinde ich als eine wundervolle Begegnung zwischen dem Künstler, der Musik und mir. Wer eine solche Begabung hat, Menschen mit Kunst zu erreichen, darf es nicht für sich behalten. Es ist ein Geschenk des Lebens an Richard und dadurch auch an sein Publikum.

    Zugabe, sage ich nur.
    Merci beaucoup !

    Céline

  • erstmal vielen Dank für Dein Konzert, das viiiel zu kurz war. Und das ist schon die für mich wichtigste Aussage: Etwas fasziniert und begeistert mich, wenn ich das Gefühl bekomme, es sollte nicht enden und könnte einfach so weiter gehen. Eine Art Flow-Erlebnis. Dies kommt bei mir nicht allzu oft vor, an diesem Abend war es durch Dein Spiel so. Wie hast Du dazu beigetragen?

    Zunächst war Deine Wahl des Spielortes ein Glückstreffer. Die Größe und Akustik stimmte, die dadurch private Atmospäre gab mir das Gefühl, bei Dir im Wohnzimmer Deinem Spiel zu lauschen. Die Wahl Deiner Stücke war eine gute Mischung aus Lebhaftigkeit, Ruhe, Anspruch (12-Ton-Musik), sie klangen teils technisch schwierig, so dass Du einen Teil Deines Könnens sehr gut präsentieren konntest. Gerade in diesem privaten Rahmen, wo viele Freunde und Verwandte anwesend waren, war Deine Souveränität entscheidend, da viele sicherlich mitfieberten, die Anspannung spürten, erwartungsvoll waren - und Du hast uns alle erlöst, zeigtest nach wenigen Takten, dass wir Deine Gäste waren, wir uns entspannen konnten und Du uns durch den Abend führst. Dass Deine Bescheidenheit im Aufteten den Abend warm machen würde, wurde von allen so glaube ich fast schon als selbstverständlich angesehen. So kann ich nur hoffen, dass es ein Anschlusskonzert geben wird, zu dem ich heute schon meine
    Teilnahme zusagen kann.

    Sei herzlich gegrüßt
    Frank-Markus

  • schöööön.

    (Stefan)



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